Presseerklärung zum Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags (AVV) am 22.01.2021

 

Gemeinsame Erklärung der „Gesellschaft für Frieden und internationale Solidarität“ e.V. (GeFiS) in Deutschland und dem „ Komitee für internationale Solidarität und Frieden“ (COSI) in Venezuela - aus Anlass des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrags (AVV) am 22. Januar 2021

 

Mit dem 22. Januar 2021 tritt ein UN-Vertrag in Kraft, der Atomwaffen verbietet. Dieser Vertrag wurde bereits im Jahre 2017 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen von 122 Staaten verabschiedet und seitdem sind 84 Länder diesem Vertrag beigetreten. Er verbietet den Einsatz, die Entwicklung, die Produktion und Lagerung von Atomwaffen sowie auch die Drohung mit deren Einsatz. Für die Ratifizierung des AVV müssen mindestens 50 Staaten beitreten. Im Oktober 2020 stimmte Honduras diesem AVV als 51. Staat zu und somit kann genau 90 Tage nach der Ratifizierung des 51. Staates der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft treten.

Der COSI in Venezuela wie  GeFiS in Deutschland haben in ihren Vereinszielen und Aufgaben gleichermaßen den Kampf für den Erhalt des Friedens zu einem ihrer wichtigsten Schwerpunkte in  Vereinsarbeit gemacht. Beide Organisationen begrüßen außerordentlich das Inkrafttreten des AVV und bewerten dies aus ihrer Sicht als einen wichtigen Schritt im Rahmen des weltweiten Kampfes für die Schaffung und den Erhalt des Friedens.

Als eine sehr wichtige Tatsache wird von beiden Organisationen begrüßt, dass unter den bereits unterzeichnenden Ländern mit Nicaragua, Kuba, Mexiko, Venezuela, St. Vincent und den Grenadinen, Jamaika, Bolivien, Domikanische Republik, Kolumbien, Costa Rica, Uruguay und Honduras eine Vielzahl Lateinamerikanischer Staaten diesem AVV bereits beigetreten sind. Gleichzeitig muss mit großer Sorge registriert werden, dass alle Nato-Mitgliedsstaaten, so auch Deutschland, und auch alle europäischen Staaten, mit Ausnahme Österreichs, Irlands und Lichtensteins, sich bisher weigern, diesem AVV beizutreten.

Insbesondere unter Beachtung der historischen Ereignisse, dass gerade von  Deutschland zwei verheerende Weltkriege ausgingen und mit den beiden Atombombenabwürfen der USA auf Japan, die katastrophalen Auswirkungen von Kriegen auf die Menschheit und Umwelt mit Langzeitfolgen bis heute zu spüren sind, wird die Notwendigkeit der Ratifizierung des AVV durch alle Staaten für den Erhalt des Friedens deutlich.

Beide Organisationen (COSI & GeFiS) schätzen ein, dass die Ratifizierung des AVV nicht nur von symbolischer Natur ist, sondern zeigt, dass mit der Aufnahme der Atomwaffen in den Verbotsvertrag, gleichzeitig die Ächtung der Legitimität dieser Waffen  in das Völkerrecht festgeschrieben wird. Zugleich gilt es, den Druck auf alle Atommächte zu erhöhen, endlich abzurüsten. Mit der Ratifizierung dieses Vertrages müssen alle Vertragsstaaten diesen mit nationalen Maßnahmen umsetzen.

National bedeutet es für das Nato-Mitglied Deutschland, dass die ca. 20 Atomwaffen, die im Fliegerhorst Büchel (Rheinland-Pfalz) lagern, endlich entsorgt werden müssen. Das würde auch - lt. einer Umfrage - der Meinung von mehr als 90% der deutschen Bevölkerung entsprechen, die sich für den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag ausgesprochen haben. 

International bedeutet es, dass der AVV das Konzept der nuklearen Abschreckung nicht nur in Frage stellt, sondern eine geeignete Basis darstellt, den Druck auf alle Nato-Staaten und weiteren Atommächten zu erhöhen und zur „nuklearen Abrüstung“ zu zwingen.

Wir, die Mitglieder der „Gesellschaft für Frieden und internationalen Solidarität e.V.“ in Deutschland und des „Komitees für internationale Solidarität und Frieden“ in Venezuela rufen hiermit auf, dass alle friedliebenden Menschen sich weltweit für den gemeinsamen Kampf für den Erhalt des Friedens solidarisch vereinen.

Der gemeinsame Kampf für den Frieden ist gleichzeitig ein Kampf für den Erhalt unserer Umwelt und für mehr soziale Gerechtigkeit. Durch die militärische Aufrüstung werden nicht nur die benötigten Ressourcen dieser Welt zur Herstellung des Kriegsmaterials zweckentfremdet genutzt, es werden auch die dafür finanziellen benötigten Mittel unsozial verwendet.

Mit dem Atomwaffenverbotsvertrag ist eine weitere Grundlage auf dem Weg zur „atomwaffenfreien Welt“ geschaffen worden.

Krieg darf kein Mittel der Politik sein. Frieden ist die Grundlage für ein sozial gerechtes und glückliches Leben ohne Angst für jeden Einzelnen in einer freien Gesellschaft ! 

 

 

 

                                                                                                               

9.Nov.
2020

Erklärung zur Präsidenten -wahl in den USA am 3. Nov.   2020

 

Die USA haben ihren Präsidenten gewählt.    Zwei Kandidaten hatten sich um das Amt     beworben, aber hatte die Bevölkerung          wirklich eine Wahl? Sieht man einmal von    den Show-Effekten des Wahlkampfes ab,      sind keine Unterschiede zu erkennen. Die   Unberechenbarkeit des Einen macht die        reaktionäre Politik des Anderen nur umso   berechenbarer. Die bislang herrschende       Politik ist und bleibt die Politik der                  Herrschenden. Anstieg der Armut schafft     neue soziale Verwerfungen, der Rassismus   sprengt die Zivilgesellschaft und die Demo -kratie bleibt auf der Strecke.

Welchen Weg der künftige US-Präsident ein- schlagen wird, lässt sich an seiner Politik       gegenüber Lateinamerika und seinen            Völkern ablesen. Leider weist nichts darauf hin, dass sich hier etwas ändert. Verant -      wortung für den Weltfrieden, politische De- eskalation statt einer Politik der Konfronta-   tion und die Aufnahme des Dialogs mit          Ländern wie Kuba, Nicaragua und Venezuela – wohin wir blicken, überall Fehlanzeige.        Entspannung ist keine Politik des US -            Imperialismus, dagegen wird die Aggres -     sivität auf allen Gebieten systematisch ge -    steigert. Selbst die Aufhebung der un -        menschlichen Embargopolitik, an deren        Folgen täglich Menschen sterben, wird un -  gebrochen fortgesetzt. Sie kann und wird     nur im internationalen gemeinsamen Kampf der Millionen gegen die amerikanischen       Millionäre gebrochen werden.

Ob vor der Wahl, während der Wahl oder     nach der Wahl – unsere Solidarität bleibt       notwendig, sie bleibt ungebrochen. Wir        wissen, an welcher Seite wir in Fragen des    Friedens und der Menschenrechte, der        Demokratie und des sozialen Fortschritts zu stehen haben. Das gibt uns Mut und Zu -       versicht. Die USA, mit welchem Präsidenten  auch immer an der Spitze, sind gegenwärtig keine Alternative! 

 

Venceremos! 

 

Präsidium GeFiS

 

Übersetzung in spanisch

  Declaración sobre las elecciones   

  presidenciales en los EE.UU.

  el 3 de noviembre de 2020

 

Los Estados Unidos han elegido a su presidente. Dos candidatos habían solicitado el cargo, pero ¿la población tenía realmente una opción? Aparte de los efectos de espectáculo de la campaña electoral, no se ven diferencias. La imprevisibilidad de uno sólo hace que las políticas reaccionarias del otro sean aún más predecibles. La política que ha prevalecido hasta ahora es y sigue siendo la política de la clase dirigente. El aumento de la pobreza crea nuevas dislocaciones sociales, el racismo revienta la sociedad civil y la democracia se queda en el camino.

El camino que tomará el futuro presidente de los Estados Unidos se puede ver en su política hacia América Latina y sus pueblos. Desafortunadamente, no hay indicios de que algo vaya a cambiar aquí. La responsabilidad por la paz mundial, la desescalada política en lugar de una política de confrontación y la apertura de diálogo con países como Cuba, Nicaragua y Venezuela: dondequiera que miremos, no hay señales de ello. La distensión no es una política del imperialismo estadounidense; por otra parte, la agresión se incrementa sistemáticamente en todos los ámbitos. Incluso el levantamiento de la inhumana política de embargo, cuyas consecuencias hacen que la gente muera todos los días, continúa sin disminuir. Sólo puede y sólo se romperá en la lucha común internacional de millones de personas contra los millonarios americanos. 

Ya sea antes de las elecciones, durante las elecciones o después de las elecciones, nuestra solidaridad sigue siendo necesaria, no se rompe. Sabemos de qué lado tenemos que estar en materia de paz y derechos humanos, democracia y progreso social. Eso nos da valor y confianza. ¡Estados Unidos, con cualquier presidente que esté al mando, no es una alternativa en este momento! 

 

¡Venceremos! 

 

Presidium GeFiS

 

 

 

 

 

Interview der jungen Welt mit Carsten Hanke (GeFiS)

Sie haben mit anderen einen Verein mit dem Namen „Gesellschaft für Frieden und Solidarität“ (GeFiS) gegründet. Wie kam es dazu und wer sind Ihre Mitstreiter?

Kurz gesagt ging es uns darum. Uns, d.h.  Dr. Carolus Wimmer,  der Präsident des Komitee für Solidarität und Frieden (COSI) in Venezuela, den ich seit den Protesten zum G8 Gipfel in Heiligendamm (2008) kenne, und mir selbst war es nach der diesjährigen Rosa Luxemburg Konferenz ein Anliegen nach Wegen zu suchen, wie man die Solidarität mit Venezuela intensivieren könnte. Zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Ort, an dem sich die Solidarität mit Venezuela hätte bündeln lassen. Der Gedanke, selbst einen Verein zu gründen, drängte sich daher auf.

Welche Gedanken verbinden Sie mit dem Vereinsnamen?

Die Solidarität mit Venezuela ist für mich untrennbar verbunden mit der für alle Länder und Völker Lateinamerikas. Insoweit standen Simón Bolívar und Alexander von Humboldt Pate bei unserer Vereinsgründung. Und dass ohne Frieden alles nichts ist, braucht hier nicht erwähnt zu werden. 

Bei einer Vereinsgründung müssen hierzulande viele Formalien beachtet werden. Wie weit sind Sie da?

In der Tat gleicht so eine Vereinsgründung mit allem, was dazu gehört,  einem Dauerlauf. Inzwischen ist aber unser Verein registriert, seine Gemeinnützigkeit anerkannt und damit voll arbeitsfähig.

Welche konkreten Ziele hat der Verein?

Hier möchte ich nur zwei nennen: Einmal geht es uns darum eine Gegenöffentlichkeit herzustellen, um dem von den USA und ihren Bündnispartnern verbreiteten Zerrbild über Venezuela entgegenzutreten, und zum anderen um die Organisierung direkter solidarischer Hilfe für die unter den Folgen der Sanktionspolitik leidenden Bevölkerung.

Über die Folgen westlicher Sanktionen in Venezuela, Kuba und Nicaragua berichten die Leitmedien der BRD so gut wie gar nicht. Wie sehen Sie die Blockaden und ihre Konsequenzen?

Diese Blockaden sind mehr als unmenschlich, es ist ganz klar Mord. Mord stellt nach der hiesigen Rechtsprechung den Tatbestand einen vorsätzlichen Tötungsdelikt da. Die USA, und in deren Schlepptau auch Deutschland nehmen wissentlich in Kauf, dass durch diese Embargopolitik Menschen verhungern oder sterben, weil weder Nahrungsmittel geliefert werden dürfen oder gar lebenswichtige Medikamente. Es stellt sich die Frage, warum werden die verantwortlichen Politiker dieser Länder, die sich diesem USA-Embargo unterwerfen bzw. es tatkräftig unterstützen, nicht vor einem internationalen Gerichtshof angeklagt und verurteilt?

Welche Aktivitäten wollen Sie organisieren? Mit wem wollen Sie zusammenarbeiten?

Wir müssen unsere Aktivitäten auch immer darauf ausrichten, was wir leisten können. Getan müsste noch viel mehr, dass ist uns bewusst und treibt uns stets auch an, neue Initiativen zu starten und mit allen fortschrittlichen Partnern, ob Vereine oder Einzelpersonen, die sich mit unseren Initiativen identifizieren können eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zu pflegen. Als erste Aktion starten wir in diesen Tagen die Initiative „Medizin für Venezuela“. Hier wird um Spenden geworben, mit denen nach ärztlichem Rat notwendige Medikamente  gekauft werden. Diese werden dann so auf den Weg nach Venezuela gebracht, dass sie vor Ort zielgenau verteilt werden können. Ein schönes Beispiel von einem Zusammenwirken in der Solidaritätsarbeit war unsere erste Veranstaltung. Hier hatten wir in Rostock anlässlich des 50. Jahrestages des Sieges der Unidad Popular den politischen Aktivisten und Theologen Dr. Michael Ramminger vom Münsteraner Institut für Theologie und Politik zu Gast. Seine Botschaft, der wir uns anschließen, lautete: Sich zu erinnern bedeutet mehr als nicht zu vergessen. Auf diese Weise bleibt der Gedanke der Solidarität lebendig.

Okt
2020

_Traducción de cortesía_

AYUDA DIRECTA A LA POBLACIÓN *"Queremos hacer una contribución al entendimiento internacional"* 

_Se funda una nueva asociación de solidaridad internacional con Venezuela. Una fuerte crítica a la política occidental. Una conversación con Carsten Hanke [1]_

Entrevista: Kristian Stemmler

*Recientemente, junto con sus partidarios, usted fundó una asociación llamada "Sociedad para la Paz y la Solidaridad Internacional", GeFiS para abreviar. ¿Cómo surgió y quiénes son tus compañeros de armas?*

Después de la Conferencia Rosa Luxemburgo en Berlín a principios de año, junto con Carolus Wimmer, el presidente del Comité Venezolano para la Solidaridad Internacional y la Lucha por la Paz (COSI), busqué formas de intensificar la solidaridad con Venezuela. En ese momento no había ningún lugar donde se pudieran haber concentrado los esfuerzos de apoyo. Por lo tanto, se me ocurrió la idea de fundar una asociación propia.

*¿Qué pensamientos asocia con el nombre de la organización?*

Para mí, la solidaridad con Venezuela es inseparable del apoyo a todos los países y pueblos de América Latina. En este sentido, Simón Bolívar y Alexander von Humboldt fueron los padrinos de nuestra asociación. Y no hay necesidad de mencionar aquí que sin paz todo es nada.

*Cuando se funda una asociación en este país, se deben observar muchas formalidades. ¿Cómo van los trámites?*

De hecho, tal cosa es como una carrera de resistencia con todo lo que conlleva. Mientras tanto, sin embargo, nuestra asociación ha sido registrada y su estatus de organización sin fines de lucro reconocido. Así que está totalmente operativa.

*¿Cuáles son los objetivos concretos de su organización?*

Aquí me gustaría mencionar sólo dos. Uno es crear una esfera contraria a la imagen distorsionada de Venezuela difundida por EE.UU. y sus aliados. La segunda es organizar una ayuda solidaria directa para la población que sufre las consecuencias de la política de sanciones. Queremos contribuir al entendimiento internacional, por ejemplo, estableciendo un intercambio de jóvenes u organizando eventos educativos.

*Los principales medios de comunicación de Alemania casi nunca informan sobre las consecuencias de las sanciones occidentales en Venezuela, Cuba o Nicaragua. ¿Cómo ve los bloqueos y sus consecuencias?*

Estos bloqueos son inhumanos. EE.UU. y, remolcada, también Alemania asumen conscientemente que la política de embargo hará que la gente se muera de hambre o muera, porque no se pueden suministrar alimentos o incluso medicamentos vitales. De acuerdo con la jurisdicción local, el asesinato es una muerte deliberada. Para mí eso es un asesinato.

La pregunta que surge es: ¿por qué los políticos responsables de los países que se someten al embargo de EE.UU. o que lo apoyan activamente no son juzgados y condenados en un tribunal internacional?

*Se han fijado objetivos ambiciosos. ¿Cómo piensa organizar su trabajo en términos concretos?*

Siempre debemos centrar nuestras actividades en lo que podemos lograr. Habría que hacer mucho más, somos conscientes de ello y nos impulsa a lanzar nuevas iniciativas y a mantener una cooperación igualitaria con todos los socios progresistas, ya sean asociaciones o individuos, que puedan identificarse con nuestras iniciativas. Como primera acción estamos lanzando la iniciativa "Medicina para Venezuela" en estos días. Aquí se solicitan donaciones para comprar los medicamentos necesarios. Luego se llevan a Venezuela y se distribuyen localmente de manera selectiva.

Un buen ejemplo de cooperación en el trabajo solidario fue nuestro primer evento. Aquí en Rostock, con motivo del 50 aniversario de la victoria de la Unidad Popular en Chile, tuvimos como invitado al activista político y teólogo Michael Ramminger del Instituto de Teología y Política de Münster. Su mensaje, que compartimos, es: Recordar significa más que no olvidar. De esta manera, la idea de la solidaridad permanece viva.

[1] Carsten Hanke vive en Rostock y está comprometido con Venezuela

Fuente: https://www.jungewelt.de/artikel/389516.direkte-hilfe-f%C3%BCr-bev%C3%B6lkerung-wir-wollen-einen-beitrag-zur-v%C3%B6lkerverst%C3%A4ndigung-leisten.html

Erklärung zur Wahl am 18.Oktober 2020 in Bolivien

In Bolivien fanden am 18. Oktober 2020 neben den Präsidentschaftswahlen auch gleichzeitig die Wahl zum Vizepräsidenten und ebenso zu den Parlamentskammern statt. Das Ergebnis ist eindeutig, mit über 52 % der abgegebenen Stimmen und über 20 % Vorsprung zu den Mitbewerbern, wurde der Spitzenkandidat des linken Bündnis MAS (Bewegung zum Sozialismus) Luis Arce gewählt. Auch das Ergebnis in den Parlamentskammern bestätigt das eindeutige Wahlergebnis der MAS-Kandidaten, wo sie mit einer Zweidrittel-Mehrheit künftig regieren werden.

Wir, die Mitglieder der Gesellschaft für Frieden und internationale Solidarität (GeFiS), welche sich am Geburtstag von Simon Bolivar am 24.07.2020 gegründet hat und als überparteilicher Zusammenschluss von Menschen, die bei unterschiedlicher Weltanschauung und politischer Auffassung sich einig sind für eine Selbstbestimmung der Länder Lateinamerikas im Geiste und der Tradition von Simon Bolivar und Alexander von Humboldt solidarisch zu agieren, beglückwünschen  den Spitzenkandidaten der MAS, Luis Arce und alle seine Kandidaten zu dem demokratisch errungenen Wahlsieg.

Mit dem Wahlsieg der MAS verbinden wir die Hoffnung auf den Wiedereinzug der Demokratie in Bolivien und damit auf das Fortschreiben der unter Evo Morales begonnenen sozialen Maßnahmen für das Wohl des gesamten bolivianischen Volkes. Wir bewerten den Wahlsieg auch als einen wichtigen Stabilitätsfaktor für die Erhaltung des Friedens in der Region Lateinamerikas und stehen als Verein GeFiS solidarisch an der Seite der fortschrittlichen Kräfte Lateinamerikas.

Mit dem Wahlsieg von Luis Arce und der MAS verknüpfen wir unsere Bereitschaft und den Wunsch auf ein solidarisches Miteinander.

 

Carsten Hanke

Präsident GeFiS

 

übersetzt in espanol

 

Declaración sobre la Elecciones presidenciales en Bolivia

 

 

En Bolivia, el 18 de octubre de 2020, se celebraron simultáneamente las elecciones para la Vicepresidencia y las Cámaras del Parlamento con las elecciones presidenciales. El resultado es claro: con más del 52% de los votos emitidos y una ventaja de más del 20% sobre los competidores, el principal candidato de la alianza de izquierda MAS (Movimiento al Socialismo) Luis Arce fue elegido. El resultado en las cámaras parlamentarias también confirma el claro resultado de la elección de los candidatos del MAS, donde gobernarán con una mayoría de dos tercios en el futuro.

Nosotros, los miembros de la Sociedad por la Paz y la Solidaridad Internacional (GeFiS), fundada en el cumpleaños de Simón Bolívar, el 24 de julio de 2020, como una asociación no partidista por personas con diferentes visiones del mundo y opiniones políticas, y sin embargo unidas en su deseo de solidarizarse con la autodeterminación de los pueblos de América Latina en el espíritu y la tradición de Simón Bolívar y Alexander von Humboldt, felicitamos al máximo candidato del MAS, Luis Arce, y a todos sus candidatos por su victoria electoral lograda democráticamente.

Con el triunfo electoral del MAS vinculamos la esperanza del retorno de la democracia en Bolivia y por lo tanto de la continuación de las medidas sociales iniciadas bajo Evo Morales para el bienestar de todo el pueblo boliviano. También consideramos la victoria electoral como un importante factor de estabilidad para el mantenimiento de la paz en la región de América Latina. Como asociación nos solidarizamos con las fuerzas progresistas de América Latina.

Con la victoria electoral de Luis Arce y el MAS vinculamos nuestra voluntad y deseo de una cooperación solidaria.

 

Carsten Hanke

Presidente de la sociedad GeFiS

 

Okt.
2020

30.Sept2020

Für den Schutz der           staatlichen                            Souveränität, der            Demokratie und der    Menschenrechte und  gegen ständige            Einmischung, Sabotage   und Blockaden.

Seit vielen Jahren werden Angriffe in ver -      schiedenen Formen gegen die rechtmäßig   gewählte Regierung Venezuelas durch -         geführt. All diese Angriffe zielen darauf ab,    die Lage in dem lateinamerikanischen Land Venezuela so zu destabilisieren, dass die       Regierung Maduro gestürzt wird. Eine           weitere Gemeinsamkeit besteht darin, dass  die USA nach den vorliegenden Beweisen     zusammen mit ihren anderen Verbündeten direkt oder indirekt an diesen Putschversuchen beteiligt sind.

Deeskalation statt Eskalation

Insbesondere im Jahr der Parlamentswahlen (6. Dezember 2020) nehmen diese völker -    rechtswidrigen Angriffe zu, die gleichzeitig   eine extreme Bedrohung für den Frieden in der Region selbst darstellen. Aber auch auf - grund der geopolitischen Lage des Landes    und seiner reichhaltigen natürlichen Res -     sourcen kann sich dies zu einem globalen     Flächenbrand ausweiten.

 

Zusätzlich zu dem gescheiterten Versuch       einer Söldnerinvasion (unter Beteiligung von US-Bürgern) vor der Küste Venezuelas           Anfang 2020 hatte der kolumbianische          Präsident Ivan Duque verfassungswidrig US-Militärberater unter Umgehung des Parla -  ments ins Land gebracht. Die Bajo-Berichterstattung über den Kampf gegen den Drogenhandel, die nach Angaben der USA und west-licher Medien von Venezuela ausgeht, sollte dem kolumbianischen Militär hier entsprechend zur Kenntnis gebracht werden. 

 

Laut dem Weltdrogenbericht der Vereinten  Nationen vom 26. Juni 2020 ist Venezuela    das vierte Land, das die Führung im Kampf  gegen den Drogenhandel übernimmt, im     Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, die der größte Käufer von Kokain auf dem          amerikanischen Kontinent sind. Erst am 15. September 2020 wurde ein Flugzeug mit US-Emblemen abgeschossen und verletzte         dabei den Luftraum von Venedig-Zuela, der für den illegalen Transfer von Drogen             genutzt wurde.

 

Einige Tage zuvor wurde ein mutmaßlicher   amerikanischer Spion verhaftet, der Infor -   mationen über die Ölraffinerien Venezuelas sammelte. Es ist sicherlich kein Zufall, dass   es sich bei dem Verdächtigen um einen        Marinesoldaten handelt, der mit schweren  Spezialwaffen ausgerüstet war, eine große Menge an US-Währung bei sich trug und be -reits vom Auslandsgeheimdienst der CIA im   Irak eingesetzt worden war.

 

In diese Zeit fällt auch die Veröffentlichung   eines Berichts des UN-Menschenrechtsrats  über 223 Verletzungen in Venezuela seit       2014. Dies ist besonders fragwürdig, da         dieser widersprüchliche Bericht nur auf vor-  läufigen Informationen aus sozialen Netz -  werken basierte und der/die Verfasser         dieses Berichts wegen der COVID-19-Pande-mie nicht einmal im Land waren, um den     Wahrheitsgehalt der Informationenzu untersuchen, und es daher keinen Beweis dafür  gibt, dass diese vorhandenen Informationen der Wahrheit entsprechen.

 

Darüber hinaus reiste US-Außenminister     Mike Pompeo vom 17. bis 20. September      2020 durch Surinam, Guyana, Brasilien und Kolumbien, Länder, die direkt an Venezuela  grenzen. Man kann auch nicht die Tatsache  ignorieren, dass die USA zahlreiche Militär - stützpunkte in Kolumbien unterhalten, die   derzeit das Militärmanöver "Poseidon" vom  18. bis 21. September 2020 durchführen.

 

Wir, die Mitglieder der Gesellschaft für           Frieden und internationale Solidarität (GeFiS), verurteilen all diese Provokationen und  fordern die USA und ihre Verbündeten auf, die völkerrechtlichen Vereinbarungen ein zuhalten und sich nicht in die Souveränität  des Staates Venezuela einzumischen. Gleichzeitig fordern wir die Aufhebung der Blockade gegen Venezuela, Kuba und Nicaragua!

 

Wer, besonders in Zeiten einer globalen        Pandemie, medizinische Hilfe verhindert      und damit bewusst Menschenleben zerstört, indem er manchmal lebenswichtige Medika-mente vorenthält, verletzt nicht nur die        Menschenrechte der UNO, er ist ein Mörder!

 

Wir, die Mitglieder der Gesellschaft für           Frieden und internationale Solidarität, rufen alle Völker der Welt auf, sich in Solidarität  gegen die Blockade gegen Venezuela, Kuba und Nicaragua zu vereinen, und fordern die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten  auf, ihre Politik der Eskalation in eine Politik der Deeskalation umzuwandeln.

 

 

Präsidium

September 2020

 

Übersetzung in spanisch

 

Declaración sobre las elecciones presidenciales en los EE.UU. el 3 de noviembre de 2020

 

Los Estados Unidos han elegido a su presidente. Dos candidatos habían solicitado el cargo, pero ¿la población tenía realmente una opción? Aparte de los efectos de espectáculo de la campaña electoral, no se ven diferencias. La imprevisibilidad de uno sólo hace que las políticas reaccionarias del otro sean aún más predecibles. La política que ha prevalecido hasta ahora es y sigue siendo la política de la clase dirigente. El aumento de la pobreza crea nuevas dislocaciones sociales, el racismo revienta la sociedad civil y la democracia se queda en el camino.

El camino que tomará el futuro presidente de los Estados Unidos se puede ver en su política hacia América Latina y sus pueblos. Desafortunadamente, no hay indicios de que algo vaya a cambiar aquí. La responsabilidad por la paz mundial, la desescalada política en lugar de una política de confrontación y la apertura de diálogo con países como Cuba, Nicaragua y Venezuela: dondequiera que miremos, no hay señales de ello. La distensión no es una política del imperialismo estadounidense; por otra parte, la agresión se incrementa sistemáticamente en todos los ámbitos. Incluso el levantamiento de la inhumana política de embargo, cuyas consecuencias hacen que la gente muera todos los días, continúa sin disminuir. Sólo puede y sólo se romperá en la lucha común internacional de millones de personas contra los millonarios americanos. 

Ya sea antes de las elecciones, durante las elecciones o después de las elecciones, nuestra solidaridad sigue siendo necesaria, no se rompe. Sabemos de qué lado tenemos que estar en materia de paz y derechos humanos, democracia y progreso social. Eso nos da valor y confianza. ¡Estados Unidos, con cualquier presidente que esté al mando, no es una alternativa en este momento! 

 

¡Venceremos! 

 

Presidium GeFiS

 

 

Solidarisches Grußwort    zur Gründung des                   Instituts Simon Bolivar

Im Namen der Mitglieder der Gesellschaft für    Frieden und internationale Solidarität (GeFiS), möchten wir die Gründerinnen und Gründer des Instituts Simon Bolivar zu diesem bedeutenden historischen Schritt beglückwünschen.

Frieden und Internationale Solidarität sind nicht  nur Ideale, für die es sich lohnt hart zu arbeiten  und zu kämpfen, es sind auch Ideale, die uns  trotz der geographischen Entfernung zwischen  der Bolivarischen Republik Venezuela und           Deutschland vereinen. Der Kampf für den Frieden kann nur erfolgreich geführt werden, indem die    internationale Solidarität täglich praktiziert wird.

Wir vom GeFiS haben uns am Geburtstag von      Simon Bolivar am 24.07.2020 in Rostock als         bundesweite Organisation gegründet und führen einen gemeinsamen Kampf mit allen fortschritt -  lichen Kräften Lateinamerikas.

Die Geschichte Venezuelas ist gekennzeichnet      von langen und harten Kämpfen gegen Unter -   drückung und Ausbeutung, die viele und große    Opfer mit sich brachten. Erwähnt seien hier aus der langen bewegten Tradition Venezuelas diese geschichtsträchtigen Ereignisse:
Unter Führung von Simón Bolívar wurde die         spanische Kolonialmacht aus dem Land ge -          trieben. Venezuela, Argentinien, Peru, Chile,        Kolumbien, Ecuador und Bolivien erlangten dank seiner militärischen Erfolge zwischen 1812 und    1824 ihre Unabhängigkeit von Spanien. Und        auch dem Versuch Kolumbiens, im Krieg von       1901 Venezuela zu unterdrücken, wurde die Stirn geboten. Stets hat das Volk von Venezuela - trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit - mit Mut und        Entschlossenheit erfolgreich seine Heimat gegen jeden Aggressor verteidigt.

Mit Simon Bolivar sowie mit Alexander von          Humboldt, der am 16. Juli 1799 in der nord -        venezolanischen Küstenstadt Cumaná zum          ersten Mal südamerikanisches Festland betrat,   stehen für Venezuela zwei weltweit anerkannte   Persönlichkeiten, die sich in ihren Auffassungen  sehr ähnlich waren. Sowie Simón Bolívar  für die  Freiheit der Völker Lateinamerikas kämpfte, so hat Alexander von Humboldt die Sklaverei stets   kritisiert, ist gegen die Einstufung der Menschen -rassen in höhere und niedrige eingetreten und    vertrat die Auffassung  "Alle sind gleichmäßig zur Freiheit bestimmt."

 

übersetzt in espanol

 

Saludo Solidario sobre la Fundación del Instituto 

Simón Bolívar

 

En nombre de los miembros de la Sociedad para la Paz y la So-lidaridad Internacional (GeFiS), queremos felicitar a los fundadores del Instituto Simón Bolívar por este importante paso histórico.

La paz y la solidaridad internacional no sólo son ideales por los que vale la pena trabajar duro y luchar, sino que también son ideales que nos unen a pesar de la distancia geogra-phic entre la República Bolivariana de Venezuela y Alemania. La lucha por la paz sólo puede librarse con éxito practicando la solidaridad internacional a diario.

En GeFiS nos fundamos en el cumpleaños de Simón Bolívar el 24.07.2020 en Rostock como una organización nacional y estamos luchando una lucha común con todas las fuerzas progresistas de América Latina.

La historia de Venezuela está marcada por largas y duras luchas contra la opresión y la explotación, que han dado lugar a muchos y grandes sacrificios. Aquí hay que mencionar la larga y conmovedora tradición venezolana:

Bajo la dirección de Simón Bolívar, la potencia colonial española fue expulsada del país. Venezuela, Argentina, Perú, Chile, Colombia, Ecuador y Bolivia obtuvieron la independencia de España entre 1812 y 1824. El intento de Colombia de reprimir a Venezuela en la guerra de 1901 también se resistió. El pueblo venezolano siempre ha defendido con éxito su patria contra todo agresor, a pesar de la inferioridad numérica.

Con Simón Bolívar y Alexander von Humboldt, que entraron por primera vez en el continente de América del Sur el 16 de julio de 1799 en la ciudad costera venezolana de Cumana, Venezuela tiene dos personalidades reconocidas a nivel mundial que eran muy similares en sus puntos de vista. Así como Simon Bo-livar luchó por la libertad de los pueblos de América Latina, Alexander von Humboldt siempre ha criticado la esclavitud, se ha opuesto a la clasificación de las razas humanas en superior y bajo, y opinó que "todo el mundo está igualmente destinado a la libertad".

 

Con la fundación del Instituto Simón Bolívar en Venezuela y la fundación de GeFiS en Alemania meses antes, han surgido dos organizaciones comprometidas con la paz y la solidaridad.

Esta lucha común es de gran importancia tanto a nivel nacional como internacional, porque la paz en América Latina está en riesgo precisamente debido a los constantes ataques a la soberanía estatal de Venezuela.

A nosotros, los miembros de la Sociedad para la Paz y la Solidaridad Internacional (GeFiS), nos gustaría mucho trabajar junto con el Instituto Simon Bo-livar por la paz, la libertad, la justicia social y los derechos humanos.

 

 

Carsten Hanke

 

Presidente de la sociedad GeFiS

 

 

 

Sept
2020